Fluchtlinien

25.5.2018

FR 25. Mai 2018, 20 Uhr
Fluchtlinien
Utku Yurttas piano, Ammar Alia ney, Wassim Mukdad oud, Jens Pollheide bass, Erdem Göymen, drums.
Um Künstlern mit Exil-Erfahrung eine musikalische Stimme zu geben, hat der Pianist Utku Yurttas eine temporäre Band zusammengestellt mit Wurzeln in Palästina, Syrien, Armenien, der Türkei und Kurdistan. Das Dialogprojekt »Fluchtlinien« versucht in diesem Kontext, Orient Fusion und Jazz um eine neue Klangfarbe zu bereichern. Flüchtigkeit in der Musik spielt eine wichtige Rolle: flüchtige Melodien, die kommen und verschwinden; Motive, die sich hinterher jagen. Noten mit Herzrasen und Rhythmen der Ankunft werden untersucht. Situationen, die plötzlich auftreten und Geschichten, die sich durch verschiedene Spannungen in den Intervallen verlautbaren. Die Spannungen werden von der Stille aufgefangen, ein Ruhepunkt wird erreicht, dann fließen musikalische Linien wieder in das Unbekannte lösen sich auf und treffen sich erneut. Persönliche Erfahrungen fließen ein: Der Oud spieler Wassim Mukdad klebte auf der Flucht aus seinem Heimatland Syrien nach Deutschland seine Oud auf seinen Rücken. Ammar Alia, geboren 1987 in Salamia, studierte Philosophie an der Universität Damaskus. Er erlernte autodidaktisch das Spiel auf Nay. Heute ist er festes Mitglied des Transorient Orchestra. Der Istanbuler Schlagzeuger Erdem Göymen und der in Istanbul geborene, heute in Essen/Berlin lebende Pianist Utku Yurttas begleiten und unterstützen diese Geschichten, zusammen mit dem Dortmunder Bassisten und Flötenspieler Jens Pollheide.
Besetzung
Jens Pollheide ( Dortmund ) : Bass, Flutes
Utku Yurttas ( Essen ) : Klavier
Ammar Alia ( Damaskus ) : Nay
Wasim Mukdad ( Damaskus) : Oud
Erdem Göymen ( Istanbul ) : Schlagzeug
Eintritt: VVK 12/10 Euro; AK 14/12 Euro
Das Dialog-Projekt wird vom NRWKULTURsekretariat (Wuppertal) und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert.