Amok perVers – Poesie und Puppenspiel
10.2.2019

SO 10. Februar 2019, 19 Uhr
Amok perVers – Poesie und Puppenspiel

Wild geht’s zu, wenn das Gedicht den Dichter zur Puppe macht? Die Puppenspielerin Magda Lena Schlott und der Dichter Martin Piekar verbinden ihre Arbeitsprozesse, Performance im Energiegewitter. Schlott verspielt nicht die Gedichte, die Gedichte werden mal zur Puppe, mal zum Puppenspieler, und welche Rolle spielt dann der Autor auf der Bühne?
Hier geht’s rund, wenn sich feministische Pornos verpuppen, Momente von Terror hervorblitzen, Angst wie Gegenspiel provozieren und wenn Wolkenformnationen erkundet werden. Der Antiterror wird dialektisch mitgedacht, kein Anschlag ohne Gegenschlag. Das sowohl subjektive als auch politische Programm der beiden vermittelt den Eindruck das Gedicht stehe hinter der Bühne und halte die Fäden in der Hand. Hier spielt das Gedicht mit Ihnen, mit Magda Lena Schlott und mit Martin Piekar.
Eintritt: VVK 12/8 Euro; AK 14/10 Euro

Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Kartenreservierung

Die Biographien:
Magda Lena Schlott, Schauspielerin und Puppenspielerin.
1985 geboren und aufgewachsen an der Ostseeküste, studierte von 2005-2009 Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin.
Von 2009 bis 2011 Ensemblemitglied des Puppentheater Halle. Danach arbeitete Sie freischaffend als Schauspielerin und Puppenspielerin, gastierte u. a. am Luzerner Theater, Staatstheater Hannover, an der Komischen Oper Berlin. Mit eigenen Projekten tourte sie auf verschiedenen europäischen Festivals.
Von 2013 bis 2017 ist sie Ensemblemitglied im Schauspiel Köln.
Sie verbindet eine enge Zusammenarbeit mit M. Sostmann, P. Karabulut, Matthias Köhler, A. Menzel und dem Theaterkollektiv „Unkoordinierte Bewegung“.
Im Frühjahr 2017 erarbeitete sie gemeinsam mit P. Karabulut ihr Solo VATERLAND.
Nachspielpreis 2016 Heideberger Stückemarkt „Furcht und Ekel“(Regie: P.Karabulut, Autor: D. Laucke)

Martin Piekar
www.martin-piekar.de
’90 geboren, Student der Philosophie und der Geschichte an der Goethe-Uni in Frankfurt am Main. 2012 Lyrikpreisträger beim 20. Open Mike. 2014 wurde er World Lyrikwrestling Champion. 2016 hr2-Literaturpreisträger, zudem der Atta-Troll-Superpreis für radikale Ideologiekritik. 2017 ausgezeichnet mit dem Sonderpreis Lyrik beim Nordhessischen Autorenpreis. 2018 erhielt er den Jurypreis des Irseer Pegasus‘, sowie der Alfred-Gruber-Preis in Meran.
Sein erster Gedichtband „Bastard Echo“ erschien im Frühjahr 2014 beim Verlagshaus Berlin, dieser ist bereits in zweiter Auflage. 2016 erschien gemeinsam mit Jan Kuhlbrodt das e-book „Überschreibungen“ im Verlagshaus Berlin. 2018 erschien sein zweiter Gedichtband „AmokperVers“.
Bisherige Veröffentlichungen:
Bastard Echo, Verlagshaus Berlin, 2014 – ISBN: 978-3-940249-90-6
Überschreibungen, zusammen mit Jan Kuhlbrodt, (Hrsg.) Marcel Diel, Verlagshaus Berlin, 2016 – ISBN: 978-3-945832-18-9
AmokperVers, Verlagshaus Berlin, 2018 – ISBN978-3-945832-25-7