EINE TANGOREISE mit dem Ruhri-Tangoduo: Oliver Scheytt & Jens Abshagen
24.3.2023

FR 24. März 2023, 20 Uhr
EINE TANGOREISE mit dem Ruhri-Tangoduo
Oliver Scheytt & Jens Abshagen
Das Ruhri-Tangoduo entsprang 2019 einer zufälligen Begegnung zwischen dem mit Auftritten vor großem Publikum versierten Akkordeonisten Jens Abshagen  und dem klassisch ausgebildeten Pianisten Oliver Scheytt mit Hang zum Erforschen von Komponisten-Biografien. Ermuntert von der Resonanz eines ersten Konzertes, das Ende 2019 im privaten Rahmen stattfand, übten sie während der Pandemie (mit angemessenem Abstand) weiter und haben für ihre ersten öffentlichen Auftritte ein Programm mit einer „Zeitreise“ über 100 Jahre durch die Welt des Tangos entwickelt.

Jens Abshagen, wuchs in einem 3-Generationenhaus auf, in dem viel gefeiert wurde. Nachdem er irgendwann auf der „Quetsche“ seines Vaters erste Melodien probiert und der Opa das gehört hatte, spendierte dieser den Musikunterricht und 1977 das erste richtige Akkordeon dazu. Ein Jahr später stand die zweimanualige Farfisaorgel im elterlichen Wohnzimmer. Ab 1980 war Jens regelmäßig als Alleinunterhalter in den damals noch zahlreich existierenden Eckkneipen unterwegs und lernte, gegen Wurlitzer-Jukeboxen anzuspielen und die ganze Theke zum Schunkeln zu bringen. Der Zeitgeschmack änderte sich, Ende der 80er Jahre war Elektro-Pop gefragt, die Jens mit seinen Synthesizern ins Repertoire aufnahm. Das Architekturstudium war schnell vorbei und ab jetzt hieß es “richtig” arbeiten zu gehen. Doch am Rosenmontag 2007 spielte die Ruhrpott-Party-Band “Trallafitti” live auf dem Wagen, Jens sprang ein und fortan riss ihn der Karneval mit auf eine 13jährige Tour zu allen Bühnen und Festzelten im Ruhrgebiet bis tief ins Münsterland und Düsseldorf. Mit dem Ruhri-Tangoduo begann 2019 eine neue herzerwärmende musikalische Reise…

Oliver Scheytt war als Sprössling einer Kirchenmusikerfamilie von Kindesbeinen an mit klassischer Musik umgeben und wurde mit 14 Jahren Jungstudierender an der Folkwang Hochschule. Als Pianist spielte er dazumal vor allem Kompositionen von Bach, Beethoven, Bartók, Schubert und Chopin. Seine Interessen gingen indes über die 88 Tasten hinaus, so widmete er sich auch dem Cellospiel und entschied sich schließlich für ein Jurastudium, das er mit Klavierunterricht, „Mucken“ mit dem Cello und sonntäglichen Organistenvertretungen finanzierte. Die späteren beruflichen Verpflichtungen ließen nur noch ein sporadisches Klavierspiel zu, etwa Auftritte im privaten Rahmen mit Kammermusik und 4-Hand-Partnern, garniert mit Ausflügen in den Jazz und den Blues sowie die U-Musik. Nachdem 2018 der Steinway-Flügel aus dem Elternhaus zu ihm umgezogen war, wurde sein pianistische Eifer wieder erweckt und Tango mit Jens zu einer neuen Leidenschaft.
Eintritt: 20 Euro / 10 Euro (Schüler/Studenten)
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