Krisenstaat Türkei: Erdoğan und das Ende der Demokratie am Bosporus Hasnain Kazim liest und diskutiert.
Hasnain Kazim

MI 8. November 2017, 20 Uhr
Krisenstaat Türkei: Erdoğan und das Ende der Demokratie am Bosporus
Hasnain Kazim liest und diskutiert.
Im Rahmen der Reihe „Über Leben! Von der Hoffnung auf Zukunft“ präsentiert das Literaturbüro Ruhr in Kooperation mit dem Katakomben-Theater und dem Festival Literatürk:
Die Türkei galt einmal als Land der Hoffnung: Ein Land, das West und Ost vereint, das islamisch ist und zugleich demokratisch, das Vorbild sein kann für seine Nachbarländer. Heute ist die Türkei ein Krisenstaat, in dem die Demokratie gleich von mehreren Seiten unter Druck gerät. Nicht erst seit dem Putschversuch im Juli 2016 sieht sich das Land von inneren und äußeren Feinden bedroht. Der Konflikt mit den Kurden flammt neu auf, islamistischer Terror greift um sich (jenseits der Grenze in Syrien und im eigenen Land) und Präsident Recep Tayyip Erdoğan lässt Andersgläubige und Andersdenkende immer rücksichtsloser verfolgen. SPIEGEL-Korrespondent Hasnain Kazim zeigt, wie brenzlig die Situation am Bosporus ist: Durch die doppelte Gefahr aus wachsendem Autoritarismus und zunehmenden Extremismus gerät nicht nur die Demokratie in der Türkei unter Druck – auch für Deutschland und Europa entstehen neue Gefahren.
Hasnain Kazim, 1974 als Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer in Oldenburg geboren, schreibt seit 2004 für SPIEGEL ONLINE und den SPIEGEL. Seit 2009 lebt er als Korrespondent im Ausland u. a. in Islamabad, Istanbul und derzeit in Wien. Bei allem politischen und religiösen Extremismus, dem er bei seiner Arbeit begegnet, versucht er, auch das Schöne und Alltägliche zu beschreiben. Für seine Berichterstattung wurde er als ›Politikjournalist des Jahres‹ geehrt und mit dem CNN Journalist Award ausgezeichnet. Zuletzt veröffentlichte er unter dem Titel ›Plötzlich Pakistan‹ seine Erfahrungen als Auslandskorrespondent.
Eintritt: 7/9 € (Vorverkauf/Abendkasse)
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