ZWISCHENFALL IN VICHY VON ARTHUR MILLER
1.4.2019

MO 1. April 2019, 19.30 Uhr
ZWISCHENFALL IN VICHY VON ARTHUR MILLER

Arthur Miller schreibt 1964 unter den Eindrücken des Auschwitz Prozesses in Frankfurt dieses Stück, bei dem er das Problem der mittelbaren Schuld und die unbewußte Teilhabe jedes Einzelnen am unaufhörlichen Unrecht dieser Welt thematisiert. Das Stück spielt im September 1942 am Sitz der mit den deutschen Besatzern kollaborierenden französischen Regierung Petain. In einer Polizeiwache, ein Haftlokal in Vichy, finden sich Juden nach einer Razzia ein. Sie haben falsche Papiere und konnten in diesen unbesetzen Teil Frankreichs entkommen. Sie diskutieren ber ihr mögliches Schicksal, bevor sie zu einem Verhör aufgerufen werden, von dem bisher niemand wiederzukommen schien.
Sie alle befinden sich dort unter einem starken Druck und der latenten Angst nicht zu wissen, was mit ihnen geschehen wird. Dabei kulminieren unter aufbrechenden Emotionen ganz individuelle, politische und gesellschaftliche Statements zu Schlußfolgerungen, die aus einem Zerrbild einen kristallinen Schockmoment hervorbringen.
Und dann, und jetzt? Was heißt es, moralisch zu denken und zu handeln in der Situation der Shoa:
Ein jahrelanger Kampf und ein Ringen um Menschenwürde, politisches Denken, Humanismus und Gerechtigkeit in Zeiten einer mörderischen Diktatur wird in dieser Szenerie spürbar miterlebt.

rimon productions
Regie Britta Shulamit Jakobi Schauspiel Britta Shulamit Jakobi, Marie Dinger, Matthias Fuhrmeister, Hanno Dinger, Roy Riesenfeld, Anton Tsirin Bühne und Kostüme Rina Rosenberg
Fotos Ilja Kagan
Eintritt: 15€ und 10€ erm.
(Die Veranstaltung findet im Rahmen der Jüdischen Kulturtagen in NRW statt).