Tanz, Theater Archiv

FIESTA DE SALSA – jeden Freitag

tangosalsa

FR 26. August  2016, 23 Uhr
FIESTA DE SALSA – jeden Freitag

SALSA Merengue, Bachata, Cumbia y más sabor… mit Dj. Carlos
Jeden Freitag ab 22.30 Uhr
KARIBIK-FEELING HAUTNAH ERLEBEN!!!
Eintritt: 4,- Euro

Wir sind wie Sterne – von und mit den Teilnehmenden des Integrationsprojekts mund:ART® Essen

mundart

MI 31. August 2016, 19:30 Uhr – Premiere!!!
DO 1. September 2016, 19:30 Uhr
Wir sind wie Sterne
von und mit den Teilnehmenden des Integrationsprojekts mund:ART® Essen
Everything is connected in life. The point ist to understand it.“
Was ist die Verbindung zwischen 20 jungen Menschen, die aus den verschiedenen Ländern der Welt in Deutschland zusammen treffen, um dort unter anderem Theater zu machen?
Unter der Leitung des Theaterpädagogen Danny Friedrich entwickelten die Teilnehmenden während der vergangenen Monate ein einzigartiges Theaterstück, das sich in kontrastreichen Bildern auf die Suche nach dem Wesentlichen begibt – in uns und um uns herum. Manchmal ist es eine zufällige Begegnung, mal eine einzige Entscheidung, die das Leben in eine völlig andere Richtung bringt. Doch was macht den Kern dessen aus, was wir als „Ich“ bezeichnen? Und welche Rolle spielst „Du“ dabei?
Poetische, komische, starke, berührende Geschichten sind in dem Stück auf vielfache Weise miteinander verwoben und erzählen vielleicht etwas über das „große Ganze“.
„Because everything is connected – in theatre and in life.“
Eintritt: Eintritt frei !

Wir sind wie Sterne

mundart

DO 1. September 2016, 19:30 Uhr
Wir sind wie Sterne
von und mit den Teilnehmenden des Integrationsprojekts mund:ART® Essen
„Everything is connected in life. The point ist to understand it.“

Was ist die Verbindung zwischen 20 jungen Menschen, die aus den verschiedenen Ländern der Welt in Deutschland zusammen treffen, um dort unter anderem Theater zu machen?
Unter der Leitung des Theaterpädagogen Danny Friedrich entwickelten die Teilnehmenden während der vergangenen Monate ein einzigartiges Theaterstück, das sich in kontrastreichen Bildern auf die Suche nach dem Wesentlichen begibt – in uns und um uns herum. Manchmal ist es eine zufällige Begegnung, mal eine einzige Entscheidung, die das Leben in eine völlig andere Richtung bringt. Doch was macht den Kern dessen aus, was wir als „Ich“ bezeichnen? Und welche Rolle spielst „Du“ dabei?
Poetische, komische, starke, berührende Geschichten sind in dem Stück auf vielfache Weise miteinander verwoben und erzählen vielleicht etwas über das „große Ganze“.
„Because everything is connected – in theatre and in life.“
Eintritt: Eintritt frei !

Tatavla Keyfi Rembetiko-Abend

tatavyak

FR 2. September 2016, 21 Uhr
Tatavla Keyfi Rembetiko-Abend
Die Gruppe Tatavla Keyfi lädt am 3.9. zum Rembetiko-Abend auf der Katakomben-Bühne ein. Frontmann Alper Tekin ist Türke, doch er singt auf Griechisch. “Wir wollten mit dieser Musik die Menschen – also Türken und Griechen – einander näher bringen und wollten ein Zeichen gegen Nationalismus und Fremdenhass setzen. Aber es ging uns natürlich auch um die Bewahrung dieser wunderbaren Musik – ohne in Nostalgie zu verfallen und dem Verlorenen hinterher trauern. Wir wollen dem Rembetiko neues Leben geben.“

Er wird in der Türkei oft als griechischer Blues bezeichneten, weil der Rembetiko die Musik der Griechen Istanbuls und Kleinasiens war. Die hochkarätige Besetzung von Tatavla Keyfi verspricht einen Rembetiko-Abend voller Emotionen. Die Band widmet das Konzert den Pogromen von Istanbul die am 6. u. 7. September 1955 die Metropole verwüstet haben. An diesen Tagen, vor 60 Jahren, wurden christliche, vor allem griechische Minderheiten Opfer von Gewalt und rund 100.000 Menschen verließen in Folge dessen ihre türkischen Heimatstädte.
Rembetiko – der Katakomben-Klassiker. Entstanden ist er, wie der portugiesische Fado, der spanische Flamenco oder der argentinische Tango, aus dem sozialen Elend der Menschen. Die türkische 16 Millionen Metropole hat noch so manch
verborgenen Schatz, wie auch hier, die nach einem griechischen Ghetto benannte Gruppe Tatavla Keyfi, deren Konzert im Zeichen des Pogroms von Istanbul stehen
wird. Dieser fand vor genau 60 Jahren statt. Orthodoxe Kirchen, christliche Schulen, Friedhöfe, Wohnhäuser, Hotels, Apotheken, Fabriken und mehr als 4.000 Geschäfte wurden geplündert, zerstört und oder in Brand gesetzt.

Musiker:
Mahmed Dzhafarov: Akkordeon
Charalampos Theodorelis-Rigas : Bouzouki, Gesang
Antonios Foivos Nomikos: Bouzouki, Gesang
Güneş Demir: Gitarre
Georgios Marinakis: Baglamadaki, Gesang
Ioannis Dimitriou: Perkussion
Eintritt: AK 17/15€; VVK 14/12€

Erdal Akkaya (Bağlama) & Jeronimo Maya (Flamenko Gitarre)

erdaljerom

SA 10. September 2016, 20 Uhr
Erdal Akkaya (Bağlama) & Jeronimo Maya (Flamenko Gitarre)
Bei diesem Konzert gehen andalusische und anatolische Musik eine kongeniale Verbindung ein. Erdal Akkaya, Bağlama- und Selpevirtuose, und Jeronimo Maya, Flamenkogitarrist, können beide auf eine lange internationale Bühnenerfahrung zurückblicken. Sie haben gemeinsam bereits mehrere sehr erfolgreiche Konzerte in der Türkei  sowie in Deutschland ,Sweden und in der U.S.A gegeben.

Jeronimo Maya ist ein Nachkomme der Gitarrenlegende Ramón Montoya. Er begann bereits mit vier Jahren Gitarre zu spielen. Er hat zahlreiche Konzerte in verschiedenen Länder gegeben.mit 12 Jahre war er mit berühmten Gitarren Virtuose  Paco de Lucia in der U.S.A.Seine Flamenco Würzel geht bis 400 Jahre zurück.Mit seine besondere spieltechnik zählt Jeronimo Maya unter berühmten Flamenco gitarristen in Spanien.

Istanbul geborene Baglamaspieler Erdal Akkaya hat er  1984-1989 Baglamaschule in Istanbul besucht und hat seit 1997 fünf Alben produziert. Seit 1986 arbeitet er an der besonderen Spieltechnik „Selpe“ (Tapping). Mit dem Ud Virtuosen „Ara Dinkjiyan“ gemeinsam ein Konzert in der Hagia Sophia Kirche in Istanbul gegeben.Erdal Akkaya hat jahrelang den bekannten Schriftsteller, Sänger Zülfü Livaneli“ auf Konzerten begleitet. 2002 hat er die Musik des Dokumentarfilms „Bir Tutam Temre Otu“ (eine Prise Gras) für das öffentliche Fernsehen komponiert. er hat Konzerte als Baglama Solist mit Duisburger Philharmoniker in Istanbul und in Deutschland gegeben.Zu seinen jüngsten größten Projekten zählt die Konzerte mit Berliner Kammersinfonie Orchester in Istanbul.

Eintritt: VVK 15/12 Euro; AK 17/14 Euro
Kartenreservierung

Info Türkçe:
Müzik her dönem çağının izlerini taşır.Akıp giden zamanın tanığıdır müzik.Bugün geçmişin izini sürerken müziğin bizlere anlattığı insan hikayelerine gidiyor, her dönemin yaşam biçimine tanık oluyoruz.Kendine özgü ritmik ve melodik yapısı ile Flamenko’nun doğduğu Endülüs’ten Anadolu’ya uzanan iki farklı kültüre iki usta’nın parmaklarından dökülen ezgilerlerle tanık oluyoruz.Jeronimo Maya’nın gitari flamenko müziği’nin seçkin örneklerini, Erdal Akkaya’nin Baglamasi Anadolunun klasiklesmis eserlerini bulusturarak yerelden evrensele uzanan bir anlayışla gönülhanemize misafir oluyor.Bağlama ve şelpe virtüözü Erdal Akkaya ile gitar virtüözü Jeronimo Maya birlikte Endülüsü Anadoluya bağlayan melodileri,Gelenekten kopmadan çok sesli müzikle harmanlayarak sunuyor. „Erdal Akkaya`nın Bağlaması ve Jeronimo Maya’nın gitarı Akdenizin mavisinde buluşuyor” Ege’nin mavi serin suları Akdenizin asi kırmızılığına dökülüyor.Kaz dağları’nın kekik kokan rüzgarı Akdenizin portakal kokusuna karışıyor. Asi kırmızı flamenko ve bağlama ve gitar esliginde aynı sahneden yansıyor.Bağlama ve flamenko gitar insana has hüznü ve sevinci farklı renk ve titreşimlerle anlatıyor.

Info English:
About Project
Andalusian and Anatolian music comes together in the same stage. Jeronimo Maya and Erdal Akkaya are performing music of two different geography. Baglama and Selpe virtuoso Erdal Akkaya, Flamenco Guitar virtuoso Jeronimo Maya are performing Andalusian and Anatolian music with a great performance. They have also had a great experience several time together in Turkey`s different cities. Such as: Istanbul , Ankara and Gaziantep. They gave many concerts as well as in Europe . They are performing such songs together with Baglama and Flemenco Guitar. Zapateado, Iki yaka Antepasados and Akdeniz.

JERONIMO MAYA
Jerónimo Maya was born in 1977 in Madrid, into a family with deep flamenco roots. His father Felipe Maya, a professional guitarist, and his great-uncle Ricardo Losada el Yunque were his first teachers. He began playing guitar when he was four years old, and at the age of seven he gave his first concert.Maya graduated from Madrid Conservatory. He performed with resounding success at the Festival Bienal de Flamenco of Seville and during Madrid’s Veranos de la Villa season.
In 1989, Maya was invited to New York to perform together with Paco de Lucía and Enrique. Jerónimo performed in a tribute at the Festival de Olite, sharing the stage with Manolo Sanlúcar, and Camarón de la Isla at the Plaza de Toros de Malaga. He has appeared in several international concerts, Japan, Canada, Holland, Italy, France, and in Jordan. In 2001, he took part in the show ‘De mis soledades vengo: los clásicos y el flamenco’, together with José Menese, Ginesa Ortega, Enrique de Melchor and Joan Albert Amargós at the Spanish Royal theatre. He offered important recitals at Queen Elizabeth Hall in London, Concertgebouw in Amsterdam, and after at The Arts House, and Plenary Hall in Singapore. His first solo album was released in 2004.
He is married to Tamara Motos Garcia and father of two children.

ERDAL AKKAYA
Erdal Akkaya was born in Istanbul in 1974. He has released four albums so far and has performed musical works with traditional Selpe techniques. He gave his first solo recital in Duisburg- Germany. He appeared in a concert with another virtuoso Ara Dinkjian in Aya Irini. This was the first time in history of Baglama.
Akkaya has attended concerts with Zülfü Livaneli from Europe to US. He also shared the same stage with well known musicians, Mikis Theodorakis, Maria Farandouri, and Al Di Meola. He composed the soundtracks of the documentary called “a pinch Temre ” for TRT TV channel.
He gave a concert with Stuttgart Young Symphony Orchestra under the name of “Sounds from euphrates to the Rhine” and appeared in several concerts internationally with Spanish flamenco guitarist Jeronimo Maya, known as “from Andalusia to Anatolia” and had several musical projects with a German pianist Henning Schmiedt in Hamburg, saxophonist Peter Dahm in Bremen, Duisburg Philharmonic Orchestra in Germany and Turkey, and the Berlin Symphony Orchestra in Istanbul. He is married to Terlan Akkaya and have a son named Aras.
Eintritt: VVK 15/12 Euro; AK 17/14 Euro
Kartenreservierung

ESTARABIM – DÜNDEN BUGÜNE

estjul2016

SA 10. September 2016, ab 23 Uhr
ESTARABIM
DÜNDEN BUGÜNE EN IYI TÜRKCE POP / ROCK
Samimi ve seviyeli ortamda keyifli eglenceli Parti. Sagdan soldan Estarabim.
Sizleri bu güzel gecede Essen’de kültürel etkinlikllerin ve güzel eglencelerin adresi Katakomben Tiyatrosunda agirlamaktan mutluluk duyuyoruz.
Essen ve cevresinde yeni bir müzik akimi ve tarz ile seviyeli kaliteli bir ortami sizlere sunmayi amacliyoruz.
Türkce Anadolu Rock, Pyschdellic, 45lik, 90lar ve günümüzün en güzel Türkce Pop, Latin, House ve Black müzik tarzlarini sizlerle bulusturuyouz.
Giris Saati: 23:00
Giris ücreti: 10 Euro
Estarabim ekibi olarak sizleri aramizdan görmek mutluluk duyariz.

Klassisch.Unterirdisch: „Underground-Festival“ der Klassik: Gurbet – Ensemble ombre et soleil

16.9.2016

FR 16. September 2016, 20 Uhr
Klassisch.Unterirdisch: „Underground-Festival“ der Klassik
Gurbet*
„Ob Ferne oder Fernweh, Sehnsucht nach Heimat oder Ferne, ob gefremdelt oder befremdet ist der Mensch ein Mensch in der Welt.“ Uri Bülbül

Es ist keineswegs ein modernes Phänomen unserer globalen Gesellschaft, dass viele Musiker in einem anderen Land leben, als dort, wo sie geboren wurden und aufwuchsen. Die Musiker in der Barockzeit hatten wohl genauso viel Mut und Reiselust wie die in der heutigen Musikwelt. Sie reisten weit, um zu lernen, ihren Horizont zu erweitern, zu arbeiten, um Kontakte zu knüpfen und Anerkennung zu finden. Das Ensemble ombre et soleil präsentiert auf historischen Instrumenten (Barockvioline, Travers- und Blockflöte, Barockmandoline, Viola da gamba und Cembalo) Werke “aus der Ferne” von Komponisten wie Antonio Vivaldi, Georg Philipp Telemann oder Georg Friedrich Händel.

Ensemble ombre et soleil
Constanze Chmiel, Block- und Traversflöte
Stéphanie Houillon, Viola da Gamba & Mandoline
Amandine Solano, Barockgeige
Ada Tanir, Cembalo

——–

In der Fremde
Aus der Heimat hinter den Blitzen rot
Da kommen die Wolken her,
Aber Vater und Mutter sind lange tot,
Es kennt mich dort keiner mehr.
Wie bald, ach wie bald kommt die stille Zeit,
Da ruhe ich auch, und über mir
Rauscht die schöne Waldeinsamkeit,
Und keiner kennt mich mehr hier.
Joseph von Eichendorff

Fremde und Heimatlosigkeit, weil man auch dort vergessen und identitätslos wird. “Es kennt mich dort keiner mehr”…
plötzlich ist man überall niemand und stirbt einsam hier wie dort.

Bei Karacaoglan ist der Mensch an sich in der Welt fremd: Zerfließen wird mein Leben in der Fremde…

*Gurbet ist ein unübersetzbares Wort im türkischen was das Leben in der Fremde beschreibt. Sehnsucht und schmerzvoll.
Eintritt: 15/10 Euro

Robert Mayer Band

robertmeier

SO 18. September 2016, 20.30 Uhr
Robert Mayer Band
Jazz-Blues-Rock-Minimal-Flower-Power: Musik, die vom ersten Moment an inspiriert und frische Energie versprüht.
Nach einem Aufenthalt in San Francisco kam Robert Mayer mit 10 Kompositionen und der Idee für diese Band zurück. Er sammelte 4 Musiker um sich, die mit ihrer Erfahrung in bekannten Jazz und Rockbands seine Stücke zum Leben erweckten. Melodische Musik mit ungewöhnlichem Klang und fliessenden Grooves.
Robert Mayer (Klavier/Wurlitzer Piano/Hammond Organ/Komposition) studierte u.A. bei John Taylor und Simon Nabatov und nahm seine erste CD mit eigenen Kompositionen mit seinem Quartett „Yi Music“ mit Angelika Niescier auf.
Caspar van Meel (Kontrabassist) spielte mit Philip Catherin, Gerd Dudek und der WDR Big Band und ist Preisträger der Future Sound Competition, des Jazz Preis Ruhr und des Jazzwerkruhr Preis.
Philipp Laimun (Tenor/Sopran Saxophon) war Mitglied des Jugend-Jazz-Orchesters NRW, den Sazerac Swingers und spielt aktuell bei Sonicnaut.
Moritz von der Forst (Gitarre), spielte mit Jan Klare, Alexander Klaws und Kelly Clarkson und ist Leiter seiner bluesorientierten Moritz-Forst-Band
Dirk Leibenguth (Schlagzeug) war Drummer in den Bands von Susan Weinert, Freak Chazz, Xavier Naidoo und Curse.
Eintritt:
VVK 12 Euro / 10 Euro
AK 14 Euro / 12 Euro

Ray Cooper

RayCooper

DI 20. September 2016, 20 Uhr
Ray Cooper
Geboren als Sohn einer schottischen Mutter und eines englischen Vaters, wuchs RayCooper in England auf und begann in Bands zu spielen, als er 16 war. Er bewegtesich zwischen Rock, Punk, Pop und Weltmusik, arbeitete als Sänger, Bassspielerund Cellist, bis er sich schließlich 1988 der Oysterband anschloss und eine langeErforschung in seine eigenen Wurzeln antrat.
Als er 2000 nach Schweden umzog, spielte Cooper weiterhin in der Band, und tourte so in 27 Ländern und nahm 19 Alben auf. 2012 gewannen sie 3 Preise bei den BBC Radio Folk Awards als beste Gruppe, für das beste Album und den besten traditionellen Titel und wurden vom fRoots-Magazin als eine der 3 ´Ikonen des Folk´bezeichnet.
Nach der Veröffentlichung von „Tales of Love, War and Death by Hanging“ 2010, begann Cooper solo zu touren und spielte auf Folkfestivals und an einer Vielzahlanderer Orte, wie auch Hauskonzerte und völlig akustische Shows in England, Wales, Schweden, Dänemark und Deutschland.
“Tales of Love War and Death by Hanging” wurde in einer kleinen Blockhütte in Schweden aufgenommen. Dieser Sound ist einfach, aber er bringt immer wieder eine größere Tiefe hervor.
Mit seinem zweiten Soloalbum “Palace Of Tears” verpflichtet sich Ray Cooper (Ex-Oysterband) endgültig der ehrwürdigen Singer/Songwriter-Tradition und rückt eigene Texte und Kompositionen in den Fokus. Hatte das Debüt “Tales Of Love, War And Death By Hanging” noch eine starke historische Komponente, weht nun ein frischer Nordwind durch das Album. Cooper, seit einigen Jahren Wahl-Schwede, schöpft textlich zum Teil aus skandinavischen Quellen und bedient sich der schwedischen Fiedel und der Kantele aus Finnland. Doch auch Cello, Gitarre, Harmonika, Mandoline und Bassgitarre kommen zum Einsatz. Alle Instrumente werden von Cooper selbst gespielt, lediglich ein Pianist und zwei zusätzliche Streicher unterstützten ihn bei den Aufnahmen.
Auch thematisch ist “Palace Of Tears” ein sehr persönliches Album, auf dem der Musiker kein Blatt vor den Mund nimmt. Bereits der erste Song “A Line In The Sand” prangert zum Himmel stinkende politische Missstände an, denn Cooper setzt sich kritisch mit den Kriegen, die im Nahen Osten wegen des Erdöls geführt werden, auseinander. Im Lied “Palace Of Tears”, das dem Album seinen Namen geliehen hat, verarbeitet der Künstler einen Teil deutsch-deutscher Geschichte.
Er war im Juli 1989, also kurz vor dem Fall der Berliner Mauer, zu Gast in der DDR und erinnert sich: “Dieses Land war so vollkommen anders als alle anderen Länder, in denen ich gewesen bin. Ohne Werbung, fast ohne Kriminalität, aber auch ohne Alternative.” Besonders nachhaltig hat den Schotten die innerdeutsche Grenze im geteilten Berlin beeindruckt. “Es gab einen Grenzübergang am Bahnhof Friedrichstraße, an dem die West-Berliner für einen Tag in den Osten der Stadt gehen konnten, um Verwandte zu besuchen. Auf ihrem Weg zurück kam es dort zu großen Abschiedsszenen, weshalb das Gebäude des Grenzübergangs vom Volksmund den ironischen Beinamen Tränenpalast erhielt.” Seine schottischen Wurzeln besingt er in “Sleeping Giants”. Wiewohl Cooper seinen Lebensmittelpunkt nach Skandinavien verlagert hat, verbringt er jedes Jahr einige Zeit in Schottland – leider immer häufiger bei Begräbnissen.
Den größten Raum auf dem Album nimmt Coopers Wahlheimat Schweden ein. Inspiriert von der Weite der Landschaft und der Tiefe der Wälder spürt der Musiker fantastischen Sagengestalten nach, die dort gestern wie heute ihr Unwesen treiben. Manchmal bringt aber auch ein simples Foto den Künstler dazu, einen Song zu schreiben. So wie dieses 1985 aufgenommene Bild, das eine Menschentraube vor dem Rathaus in Coopers Wohnort Malmköping zeigt. Die jungen Leute haben ihre guten Kleider an, vermutlich werden sie am Abend tanzen gehen und vielleicht lernen sie ja dort ihren zukünftigen Lebenspartner kennen. Im Lied “The King’s Birthday/ Maarit’s Waltz” geht es um die junge Frau in der Mitte des Fotos. Was wohl aus ihr geworden ist?
VVK: 15/12 Euro: AK: 17/14 Euro

TRANSAESTHETICS TRIO

TE2015

DO  22. September 2016, 20 Uhr
TRANSAESTHETICS TRIO & Gäste
Das Trio Fethi Ak, Kazım Çalışgan und Jens Pollheide und ihre Gäste experimentieren und erproben neue musikalische Zustände. «Transaesthetics» ist nicht nur ein Gruppenname, ein Bandtitel, sondern ein musikalisches Programm.
Transaesthetics kombiniert aber Stilrichtungen und Genres mit anderen Musikern und deren musikalischen Interessen, Schwerpunkten und Stilen. So wird es zu einem offenen System, das vom Durchfluss asiatischer, indischer, fernöstlicher Musiktraditionen, Stile und Instrumente in Kombination mit westlichen und anatolischen Musiktraditionen und Stilen lebt.

Zugleich wird über die Techniken und Praktiken des Musizierens nachgedacht und mit Diversität experimentiert. Dabei betreibt Transaesthetics keine additive Kombinatorik der Stile und Instrumente, sondern sucht nach organischen Synthesen und Veredelungen.
Grenzen zu transzendieren ist mehr als Grenzen zu überschreiten – sie verschwinden in neuen organischen Synthesen.
Fethi Ak: Percussion
Jens Pollheide: Bass, Flöten
Kazim Calisgan : Kopuz, Stimme, Percussion
Eintritt: VVK 12/8 Euro; AK 14/10 Euro
Kartenreservierung

Improvisation. Intuition. Kommunikation
Ein Artikel von Uri Bülbül:

http://www.kulturprogramm.de/transaesthetics-artikel.html

Konzertmittschnitte:
MOGOL:
https://youtu.be/q9SI5fR6VbQ

BIR GÜN:
http://youtu.be/xSh8s1CzOQo

SANA NE (Danilo Cardoso: Dance):
https://youtu.be/QDkyoxvw764

HAYDAR HAYDAR:
https://youtu.be/3AMRKzwhFWA